Kellerleitenweg (M)
Der Kellerleitenweg ist ein schmaler Pfad und führt parallel zum Kramerplateauweg am Kramer entlang, ist jedoch viel schwieriger zu gehen und im Winter gesperrt.

Länge: ca. 4,5 km (hin und zurück)
Kategorie: mittelschwer
Charakter: schmaler Pfad, meist durch leicht bewaldetes Gebiet
Kennzeichnung auf der Kurwegkarte System Steiner: KR1
Besonderheiten: Pflegersee, ein idyllischer Platz mit Riesenportionen im Berggasthof

Der Kellerleitenweg führt parallel zum Kramerplateauweg an der Ostseite des Kramers entlang., der im Norden von Garmisch-Partenkirchen liegt.  Den Einstieg findet man im Süden an der Strasse „Kramerhänge“, wo auch die Bayernhalle von Garmisch-Partenkirchen liegt. Nach leichtem Anstieg folgt man der Beschilderung Kellerleitenweg, wobei man zunächst auf dem Kramerplateauweg läuft. Nach einigen Biegungen zweigt dann der Kellerleitenweg von diesem nach links ab. Nun geht es einen schmalen Pfad entlang und stetig bergauf. An einigen besonders steilen Stellen sind Stufen angelegt. Der Weg geht beständig bergauf und fordert vom ungeübten einiges an Kondition, belohnt aber hin und wieder mit einem schönen Panoramablick auf Garmisch-Partenkirchen. Man passiert auch mehrere Gebirgsrinnsale, an denen man quellfrisches Wasser trinken kann.

Nach ca. 2 schweißtreibenden Kilometern biegt der Weg dann nach links in einen Wald ab und führt nach wenigen hundert Metern zum Pflegersee, einem sehr idyllischen Bergsee am Fuße der Seleswände. Dort kann man auf der Terrasse des Berggasthofes verschnaufen oder sich einer der riesengroßen, deftigen Mahlzeiten bestellen. Der Berggasthof  Pflegersee hat keinen Ruhetag und von 9 bis 8 Uhr geöffnet, warme Küche bis 17 Uhr. Im Sommer gibt es jeden Donnerstag ab 18.30 Uhr einen Grillabend auf der Seeterrasse, im Winter jeden Freitag ein Fondue bei Kerzenschein.

Auf dem Rückweg wählt man dann den leichteren Kramerplateauweg und kann einen Abstecher zur Burgruine Werdenfels machen, die hoch über Garmisch thront. Diese wurde vermutlich ab 1230 unter Herzog Otto VII erbaut. Erstmals erwähnt wird die Burg in 1294, als Graf Berthold III. von Escherlohe einen Teil der Grafschaft gegen eine jährliche Leibrente von 4.800 Litern guten Bozener Weines (!) und 20 Pfund Münchner Pfennige als Entlohnung für die Burghut an das Hochstift Freising abtrat. Auf der Grundlage dieser Abtretung erfolgte kurz darauf die Entstehung der Grafschaft Werdenfels, der die Burg ihren Namen verlieh.

Von dort führt ein Waldlehrpfad mit Schautafeln am Schmölzersee vorbei wieder zum Kramerplateauweg, den man zum Ausgangspunkt folgt.

 

Der Kellerleitenweg ist auf der Karte mit KR 1 gekennzeichnet

Lohn der Wanderung: die Berggaststätte am Pflegersee